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Mitglieder

unsere Mitglieder im Überblick Unsere Vereinsmitglieder

Josef Meschenmoser

Vorsitzender
Pfingstweiderstr. 2, 88074 Meckenbeuren, ☎ (+49) 7542 4322

 

Marc Hanschur

stv. Vorsitzender, Webmaster
Höferwiesen 37, 88267 Vogt, ☎ (+49) 7529 911857

http://www.marc-hanschur.de

Allgaier AP16 Bj. 1954 Allgaier Porsche System AP16, Vespa Bj. 1964

 

Franz Hennes

Schatzmeister

 

Karl-Heinz Reiter

Schriftführer, Webmaster

http://www.reiter-kh.de

Mit einem Porsche-Diesel AP22 und einem 308 N habe ich das ganze Jahr über viel Freude. Insbesondere der 308 N wird für vielfache Arbeiten eingesetzt. Neben den Porsche-Diesel sind auch John Deere, Fendt und Unimog im Einsatz.

 

Monika Hanschur

1. Beirat stellvertretender Schatzmeister
Haupttsrasse 71/1, 88074 Meckenbeuren, ☎ (+49) 7542 4127

Schatzmeister bis 08.04.2016

 

Ralph Engstler

2. Beirat stellvertretender Schriftführer, Webmaster

 

Bernhard Arnold

3. Beirat

 

Christian Arnold

1. Beirat (stellvertretender Schatzmeister) bis 08.04.2016

 

Werner Brugger

 

Roland Keck


Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1963. Aufgenommen auf dem Langholzlagerplatz unserer Firma Gebr. Keck Sägewerk, Hobelwerk in Herrenberg. Der Porsche Traktor steht heute in Wasserburg Bodensee. Der Traktor hatte eine Seilwinde und zusätzliche Gewichte an der Vorderachse.

Porsche Baujahr Nov. 1962 Super 309 mit 40 PS

 

Josef Hanschur

Mitglied

 

Harald Jansen

 

Gerhard Mühleisen

 

Bernd Scheffer

Schatzmeister bis 28.03.2015

 

Roman Schnetz

http://www.rschnetz.de

JUNIOR 108K; Allgaier A111; Super 308N; Master 419 und A 144; alles Porsche oder was?

geschwindigkeit_uebersetzung_zf_a216.xls

 

Helmut Schroeder

einer der alten Hasen im Geschäft seit mehr als 60 Jahre Allgaier Porsche Diesel Service
http://www.renault-schroeder.de

 

James Fowler

P-D 109

 
 

Manfred Krämer

Ehrenmitglied

Tätigkeiten rund um das Thema:
Bücher von Manfred Krämer

Berichte:
Jakobsweg 2016 mit dem Traktor

http://www.amak.de/

 

Heinz Buchta

Mitglied

Porsche Legenden die fast keiner mehr kennt

„Der Porsche Diesel Industriemotor A-409 mit Generator“
PORSCHE-DIESEL-MOTORENBAU GMBH - FRIEDRICHSHAFEN a.B.

Leidenschaft kennt keine Grenzen – Teil 2 (Autor Heinz Buchta)

Porsche, dieses Synonym steht für Sportlichkeit, Zuverlässigkeit, Leistungsstärke und Sinnlichkeit. Wer kennt nicht die Porsche Sportwagen oder die unverkennbaren Porsche Diesel Schlepper in ihrer vollendeten Schönheit.

Doch nur wenige wissen von den Porsche Diesel Nischen Produkten, so z.B. von den PD Industriemotoren. Auch in diesem Segment sah Porsche zu jener Zeit Potential, um Generatoren, Pumpen oder andere Anwendungen mit zuverlässiger Kraft und Leistung zu versorgen/anzutreiben.

Über Porsche Produkte wie Sportwagen und Porsche Diesel Schlepper gibt es wohl zahlreiche Berichte, Bücher und eine Vielzahl an Lektüren.

Nicht aber über die Porsche Diesel Industriemotoren und deren Anwendungen.

Ich möchte hiermit möglicherweise den geschichtlich vernachlässigten Kreis etwas erweitern.

Die wohl leistungsstärkste Variante bildete der A- 409 mit einer 98 er Zylinderbohrung, und 3500 ccm Hubraum, geänderter Einspritzpumpen Steuerkannte, einer speziellen Kurbelwelle mit zusätzlichen Ausgleichsgewichten um Verbrauch und Laufruhe endsprechend zu verbessern sowie einigen anderen optionalen Besonderheiten.

Wenn damals wie heute von den weltweit eingesetzten MTU Notstromaggregaten die Rede ist, so lässt sich zumindest was das Konzept und den Fertigungsstandort anbelangt eine gewisse Gemeinsamkeit/Ähnlichkeit erkennen / ableiten.

Um die Sparte der „Porsche Diesel Industriemotoren“ entsprechend anzukurbeln, wurde für Vorführ- und Messezwecke im Jahr 1962 der Porsche Diesel A-409 mit der Baunummer 024 zusammen mit einem Generatormotor Marke „American Custom Build Motors“aus Milwaukee-Wisconsin (USA) Model 1364-1 mit einer Leistung von 30 kVA gepaart, in „Hammerschlag Gold und Schwarz“ lackiert und auf einem gemeinsamen Untergestell sowie Schaltkasten für den Generator, als „Autarkes Kompaktes GENSET“ auf Promotion Tour geschickt.

Allein der Name Porsche, der damals bereits durch die sportlichen Erfolge der Porsche Sportwagen und die beeindruckenden Porsche Diesel Schlepper, gefertigt aus einem ausgeklügelten Baukasten Prinzip heraus, in aller Munde war, war Anziehungsmagnet auf jeder Ausstellung und/oder bei jeder Vorführung.

Nun trat Porsche Diesel, „Marketing orientiert“, mit dem „Porsche Diesel Meisterstück“ oder auch „Porsche Diesels Goldstück“genannt, jenem beschriebenen 4 Zylinder Diesel Generatorset in Hammerschlag goldener Lackierung auf.

Ein Hingucker auf jeder Messe.

So geschehen bei einer Ausstellung in Barcelona im Oktober 1962, als nach einem länger anhaltenden Unwetter das dort ausgestellte „Porsche Diesel Meisterstück- Generatorset“ kurzerhand zur akuten Stromversorgung herangezogen wurde und über Tage souverän seinen Dienst verrichtete.

Mein langjähriger Freund Dodi A. damals ein erfolgreicher „Riva Rennboot Pilot“ und mit seinem neu eröffneten „Motel Nautilus“ am Ufer des Lago di Lecco in Italien, angehender Geschäftsmann, war von dieser Leistungsstärke des Luftgekühlten Porsche Diesel Genset so beeindruckt/überwältigt, dass er dieses Aggregat von der Ausstellung her sofort kaufte und nach Italien schicken lies. Von diesem Zeitpunkt bis ins Jahr 2015 verrichtete das PD Genset zuverlässig seinen Dienst beim Stromausfall. In 50 Jahren kamen somit 835 Betriebsstunden zusammen. Das Aggregat wurde von Dodi liebevoll gewartet und wie ein Porsche Sportwagen behandelt. In die Jahre gekommen und mit dem Hang zur Farbe und Veränderungen hat Dodi das Aggregat zweimal umlackiert.

Ich lernte Dodi A.bei einem Urlaub 1992 mit meinem Porsche Carrera 911 SC bei einer Unterkunftssuche am Lago di Lecco in seinem Motel Nautilus kennen, und er zeigte mir voller Stolz seinen Porsche, eben dieses besagte Genset. Hieraus entwickelte sich eine bis heute anhaltende Freundschaft. Verschiedene Anläufe Ihm dieses Aggregat abkaufen zu wollen blieben erfolglos. Im September 2015 war es dann endlich soweit, Dodi verkaufte mir aus Modernisierung Gründen sein PD Genset. Ich war überglücklich, auch wenn ich über 20 Jahre warten musste. Im Dezember 2015 holte ich zusammen mit meinem Freund Willy per Anhänger das fast 1 Tonne schwere Aggregat zu mir nach Markdorf.

Voller Stolz dieses einmalige Porsche Diesel Meisterstück nun besitzen zu dürfen, habe ich mich an die Arbeit gemacht, dieses Aggregat komplett zerlegt, grundüberholt, neu abgedichtet, neu eingestellt und im Original Farbton neu lackiert. Das Aggregat soll ja schließlich weitere 50 Jahre oder länger der Nachwelt erhalten bleiben und ein Zeitzeuge der Porsche Diesel Geschichte sein.

Ihr Heinz Buchta

Link zur Zahlen, Daten, Fakten: Porsche Diesel A 409

Plantagenschlepper P 312 Kaffeezug

Der "Kaffezug" von Heinz Buchta, Plantagenschlepper P 312

Der Kaffezug kehrt an den Bodensee zurück

Friedrichshafen:

Ein Porsche in einer brasilianischen Kaffeeplantage? Ja, ein Porsche-Plantagenschlepper, wie sie von 1948 bis 1954 in einer Stückzahl von lediglich 200 in Friedrichshafen-Manzell für die Kaffeeernte produziert worden sind. Drei oder vier davon gibt es noch auf der Welt. Einer ist an den Bodensee zurückgekehrt.

Die Zeit, als im heutigen MTU-Werk 2 von 1250 Mitarbeitern Traktoren gebaut wurden und Hunderte leuchtende rote Schleppper auf dem Werksgelände auf ihren Abtransport warteten, ist nur noch Wenigen präsent. Dabei war das damals „die gleiche Euphorie wie beim ersten Luftschiff-Start“, stellt Egon Wegmann von den „Allgaier-Porsche-Diesel-Freunden Bodensee“ fest. Heute stehen auf dem Werksgelände MTU-Motoren für große Schiffe, Yachten und Fähren, um für ihren weltweiten Einsatz abgeholt zu werden. An die Hochzeit der Allgaier-Porsche-Diesel-Traktoren am Bodensee erinnern sich fast nur noch ehemalige Beschäftigte.

Schlepper statt Cabrio

Tatsächlich produzierten in den 50er und 60er Jahren hier die Firmen Allgaier und später Porsche-Diesel rund 120 000 Schlepper in einem hochmodernen Werk, wie sich Egon Wegmann, Hubert Ehinger und Werner Brugger von den „Allgaier-Porsche-Diesel-Freunden“ erinnern, die sich eines immer größeren Zulaufs erfreuen und die Porsche-Diesel-Geschichte am Leben erhalten. Jeder von ihnen nennt mindestens einen auf Hochglanz gewienerten, voll funktionsfähigen und zugelassenen Porsche-Diesel sein eigen. Jetzt im Frühjahr werden die Raritäten bei schönem Wetter zur Sonntagsausfahrt hervorgeholt. Was anderen ihr Cabrio ist ihnen ihr Schlepper.

Egon Wegmann lernte in der Lehrwerkstatt von Porsche-Diesel und war anschließend in der Versuchsabteilung tätig. Unter den produzierten Schleppern befand sich eine Sonderkonstruktion unter der Bezeichnung P 312, der „Plantagenschlepper“, basierend auf einem Volksschlepper mit der Bezeichnung AP 17, wie er bereits 1037 von Ferdinand Porsche konstruiert wurde, in den Kriegswirren aber wieder in den Schubladen verschwand und dann doch durch die Firma Allgaier gebaut wurde und ein Verkaufshit werden sollte. Der Plantagenschlepper sollte den Markt in Übersee, vor allem im fernen Brasilien erobern.

Unter extremen Bedingungen wurde der „Kaffeezug“, wie er auch genannt wurde, in den Jahren 1948/52 in Brasilien erprobt. Zum Schutz der empfingdlichen Kaffeepflanzen hatte man dem P 312 eine stromlinienförmige Verkleidung verpasst. Um das Wurzelwerk des Unkrauts zwischen den Pflanzen unschädlich zu machen, wurde bei den Rotenburger Metallwerken (RMW) in Schweinfurt eine 3-Punkt-Anbau-Bodenfräse Typ AW 8 „Ackerwolf“ entwickelt, die an der genormten Dreipunkt-Aufhängung der Hydraulik angebaut war und von der Zapfwelle angetrieben wurde. Ausgestattet war der Plantagenschlepper mit einem 30 PS starken Zweizylinder Benzinmotor, einem Benzinmotor deshalb, um die Kaffeebohnen nicht durch Dieselgeruch zu beeinträchtigen! Insgesamt sollten 1000 dieser Schlepper gebaut und damit der Markt in Südamerika gewonnen werden. Doch es kam anders. Vor allem Zahlungsschwierigkeiten ließen den Auftrag platzen. Die gelieferten 200 Plantagenschlepper verschwanden, unbezahlt, auf Nimmerwiedersehen. 1954 ließ Allgaier seine Brasilienaktivitäten einschlafen.

Auf einer Reise nach Brasilien entdeckte vor zwei Jahren ausgerechnet der Vorsitzende der „Interessengemeinschaft „Allgaier-Porsche-Diesel-Freunden Bodensee“, Heniz Buchta aus Markdorf, einen der noch drei oder vier auf der Welt verbliebenen Plantagenschlepper. 18 Monate kämpfte er mit der Bürokratie, das Fahrzeug, für das es keine Papiere gab, nach Deutschland zurüchholen zu dürfen, schließlich und endlich erfolgreich.

„Solch' ein Exemplar ist nach all den Jahren kein zweites Mal zu finden“, jubelt Buchta nach einer ersten Inspektion, denn zum Vorschein kam ein Schlepper P 312 „in einem für sein Alter fantastischen, unverbastelten, nahezu vollständig erhaltenen Zustand“. Zwar drehte der Motor nicht, war die Kurbelwelle blockiert, nagte der Kolbenfresser an beiden Kolben, waren Motor und beide Zylinder voll Wasser und im Inneren des Benzintaks hatte sich ein Sand-Erde-Gemisch zu einer Art Gips ausgebildet. Vermutlich hatte dieser Schlepper noch nie einen Ölwechsel erlebt.

Doch das alles ist Vergangenheit. Jetzt läuft er wieder, ist technisch top, fahrbereit und zugelassen. Die Verkleidung hat Heniz Buchta bewusst belassen, wie er sie angetroffen hat: mit Spuren von 54 Jahren Regen und Sonnenschein Südamerikas.

Bilder zum Plantagenschlepper aus Armin Bauer: Porsche-Schlepper, Schwungrad-Verlag

 
 
mitglieder/startseite.txt · Zuletzt geändert: 2017/04/29 09:09 von marc