Galt dieses Warnzeichen uns??
Doch Spaß beiseite: Vier tolle und zum Teil sehr heiße Tage liegen hinter uns.
38 Teilnehmer ( 4 Teilnehmer sind leider kurzfristig ausgefallen )
24 Schlepper wovon
1 Zylinder: 1
2 Zylinder: 1
3 Zylinder: 17
4 Zylinder: 5
425,38 km ges. Strecke
Weiteste Anreise auf eigener Achse: Jürgen aus Husum (1100 km), gefolgt von Andreas aus Lübeck und Norbert aus Glaisin.
17.06.2026
Nachdem die Wilhelmshöhe urlaubbedingt geschlossen war, mussten wir in diesem Jahr in den Gasthof "Adler" in Hefigkofen ausweichen.
Doch egal wo man sich tritt, wichtig ist, dass man sich trifft.
Schön war es sich endlich mal wieder zu sehen. Zum Teil liegen doch Entfernung von mehr als 1000 km zwischen den Wohnorten und da fährt man nicht einfach mal schnell beim Anderen vorbei.
18.06.2026
So langsam füllte sich nicht nur der Hof bei Roman in Schachen, sondern auch der Gepäckwagen der auch in diesem Jahr wieder von Franz gezogen wurde. Auch hier schon Mal vielen Dank.
Nach einer kurzen Vorstellung des heutigen Programms ging es in gewohnter Manier hinter Romans 409er in Richtung Reichenbach. Zwischenzeitlich hatte sich auch Herman unserer Gruppe angeschlossen und somit wurde unsere Gruppe zunehmend größer.
Herrlich wie sich der rote (mit einer grünen Ausnahme, die hatte zumindest rote Felgen ) Lindwurm durch die Landschaft zieht!
Am heutigen Tag war Schatten gefragt. Die Sonne brannte erbarmungslos auf uns nieder und so nutzte Roman jede Möglichkeit für eine kurze Rast im Wald, wie hier am Skulpturenfeld in der Nähe von Oggelshausen.
Nächster Stopp, Ingerkingen. Hier wartete schon Milivoj mit seiner Familie, der Ortsvorsteher Jürgen Steinle und ein schönes Buffet auf uns. Wobei im ersten Moment eigentlich nur die Getränke Priorität hatten. Sorry, auch Bernd und Monika waren schon Vorort, sie konnten es kaum erwarten uns wieder zusehen und sind uns aus Ulm entgegen gefahren.
Danke für die gute Bewirtung und falls wir mal wieder in der Nähe sind kommen wir gerne nochmal.
Von Stunde zu Stunde wurde es heißer und somit war schon wieder war Schatten gefragt. Eine kleine Baumgruppe und die gekühlten Getränke im Proviantwagen brachte Linderung.
Tagesziel erreicht, das Hotel "Orange" in Neu-Ulm. Die Schlepper durften dankenderweise gegenüber bei den Magirus-Freunden innerhalb des Museumsgeländes abgestellt werden. Nachdem wir dann noch auf Monika's Geburtstag angestoßen hatten.......
...... ging es zu Fuß in Fischerviertel und dort in die Gaststube "Zunfthaus der Schiffleute". Der kurze Fußmarsch tat nach der langen Fahrerei richtig gut.
Unser heute Tour mit ca. 123,45 km
19.06.2026
Neuer Tag, neues Glück. Erster Programmpunkt heute, die Besichtigung des Heidelberg Zement Werkes in Schelklingen.
Der Riesenkamin des Schelklinger Zementwerks ragt im Süden der Stadt in die Höhe. 2019 baute das Unternehmen Heidelberg Materials, das das Zementwerk betreibt, den neuen Ofen. Er ist über 140 Meter hoch und damit fast so groß wie das Ulmer Münster.
Das Zementwerk gehört seit mehr als einem Jahrhundert zum Stadtbild. Es wurde 1902 gebaut, beschäftigt inzwischen rund 140 Mitarbeiter und beliefert Großbaustellen in der umliegende Region mit Zement. Nicht nur der sich derzeit im Bau befindende Bahnhof Stuttgart 21, sondern auch die Neckartalbrücke in Horb wurden unter anderem mit Schelklinger Zement hergestellt.
Nach einer kurzen Vorstellung der Betriebsabläufe an ein Modellanlage, nahmen uns die beiden Führer Frank Hartwig und Christian Haupt dann mit ins Werksgelände. Bedingt durch den aktuellen Betriebsstillstand (mangelnde Nachfrage durch stagnierende Bauvorhaben) verlief die Tour sehr ruhig und wir konnten somit den ganzen Betriebsablauf incl. des Steuerstandes ohne lästige Ohrenschützer genießen.
Wir waren bei dies hoch interessanten Führung mit dabei. Ein Mittagessen in der Kantine rundete diese Besichtigung ab.
Zweiter Programmpunkt, Blaubeuren. Dank eines Vorort Termins ist es Roman gelungen, dass wir unser Schlepper im Klosterhof parken durften. Somit war die Strecke bis zur Quelle nicht all zu weit, was bei den hohen Temperaturen uns allen entgegen kam.
Die berühmteste Karsterscheinung Blaubeurens ist der Blautopf. Dieser ist nach dem Aachtopf die größte Karstquelle Deutschlands.
Hier entspringt die Blau, die nach rund 22 Kilometern im Ulmer Stadtgebiet der Donau zufließt.
Bekannt ist der Blautopf für die je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers.
Diese Färbung entsteht durch einen physikalischen Effekt der Lichtstreuung (so genannte Rayleigh-Streuung) an den nanoskaligen Kalkpartikeln, die im Wasser dispergiert sind.
In dem Gebirge um Blaubeuren herum befindet sich ein großes weitverzweigtes Höhlensystem, in dem große Wassermassen gesammelt werden und am Blautopf an die Oberfläche drängen.
Die Wasserschüttung reicht von 250 l/s bis 32 670 l/s, im Mittel 2 310 l/s. Die Schüttung des Blautopfes ist stark von der Witterung und der Jahreszeit abhängig.
Nach dem Fußmarsch tat eine Abkühlung im Klosterbrunnen richtig gut. Günther jedoch folgte auf Druck von Gertrud den Spuren Pfarrer Kneipp's durch den Brunnen. Leider war seine Hose für diesen Spaziergang ein wenig zu lang. Wobei, als wir am letzten Programmpunkt für heute ankam, war sie schon wieder trocken.
Höhepunkt der gesamten Ausfahrt war die Einfahrt mit unseren Schleppern auf den Münsterplatz. Sofort waren wir von vielen Schaulustigen umringt, so etwas hat es hier schon lange nicht mehr gegeben.
Das Ulmer Münster ist der größte gotische Sakralbau in Süddeutschland, größte protestantische Kirche Deutschlands und Kulturdenkmal. Es hat mit 161,53 m Höhe den bis 2025 lange Zeit höchsten Kirchturm der Welt. Der Chorraum des Münsters wird von den beiden Chortürmen flankiert, die mit ihrer Höhe von 86 m zur Gruppe der besonders hohen Türme gehören. Das Kirchengebäude ist 123,56 Meter lang und 48,8 Meter breit. Das Mittelschiff hat eine Höhe von 41,6 Metern, die Höhe der Seitenschiffe beträgt 20,55 Meter. Bei der Grundsteinlegung 1377 plante man die Pfarrkirche als eine Kirche der Bürger. Sie wurde von den weniger als 10.000 Bürgern der Stadt finanziert. Das Münster war nie ein Bischofssitz. Deswegen waren von Beginn an nur ein zentraler Westturm und zwei Chortürme vorgesehen (vgl. Abbildung des Grundsteinreliefs). Hauptfassaden mit zwei flankierenden Türmen waren im Allgemeinen Bischofskirchen und Abteien vorbehalten. Aus ähnlichem Grund besitzt das Ulmer Münster auch keine Krypta, die als Herrscher- oder Bischofsgrablege hätte dienen können. Als Grablegen dienten im Münster andere Bereiche und zahlreiche an die Kirche angebaute Kapellen für Patrizierfamilien, die heute teilweise nicht mehr erhalten sind. (Text in gekürzter Version von Wikipedia)
Unser heute Tour mit ca. 65,01 km
20.06.2026
Kurzer Morgenappell und schon ging es auf die Straße. Erstes Ziel für heute, das Steiff Museum in Giengen an der Brenz.
Margarete Steiff wird am 24. Juli 1847 als drittes von vier Kindern im schwäbischen Giengen geboren. Im Alter von eineinhalb Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung und sitzt fortan im Rollstuhl.
Doch trotz ihrer Krankheit ist sie neugierig, aktiv, voller Energie und sehr bestimmt. Sie ist fleißig und wissbegierig und hat einen starken und rebellischen Charakter – zum Ärger ihrer Mutter, die eine sehr strenge, konservative Erziehung vertritt.
Dennoch setzt Margarete Steiff bei ihren Eltern durch, dass sie eine Nähschule besuchen darf. Da sie aufgrund ihrer Krankheit die rechte Hand nur unter Schmerzen benutzen kann, muss sie die Nähmaschine umdrehen. So bearbeitet sie den Stoff sehr umständlich, aber erfolgreich von der Rückseite der Maschine aus. Die Schule absolviert sie mit Erfolg, mit 17 Jahren ist sie ausgebildete Schneiderin.
Margarete Steiff fertigt nicht nur Kleidung an, sondern auch Nadelkissen aus Filz. 1880 näht sie aus Spaß einen kleinen Stoffelefanten. Das Schnittmuster hat sie zufällig in einer Modezeitschrift gefunden.
Eigentlich sollte das "Elefäntle" als Nadelkissen dienen – doch schnell ist es bei Kindern als Spielzeug beliebt. Das erste Steiff-Tier ist geboren und mit ihm gleich eine ganze Firma: die Manufaktur Steiff.
In den ersten Jahren verkauft ihr jüngerer Bruder Fritz die kleinen Elefanten noch auf dem Markt, doch mit der Zeit werden die Stofftiere immer beliebter. 1885 verlassen 600 Elefanten die kleine Werkstatt, ein Jahr später sind es schon mehr als 5000.
Nach wenigen Jahren bietet die Manufaktur eine ganze Reihe von Stofftieren aus Filz an. Die Kollektion wächst und Margarete Steiff wird Arbeitgeberin mehrerer Mitarbeiterinnen. Aufgrund der großen Produktion baut Fritz seiner Schwester 1890 ein eigenes Wohn- und Geschäftshaus: die Filz-Spielwaren-Fabrik. Margarete Steiff ist nun eine unabhängige und erfolgreiche Unternehmerin.
Die Besichtigung dieses Museum's ist einfach ein MUSS wenn man in der Nähe ist. Hier fühlen sich nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Besucher sehr wohl.
Was man so Alles entdeckt und wo man so überall hinkommt wenn man mit dem Schlepper auf Tour ist. Reisen bildet einfach :)
Kurzer Stopp noch bei der "Modell-Flug-Gruppe Bubesheim e.V." Vom extra für uns aufgebauten Besucherzelt durften wir einer Flugschau der extra Klasse folgen. Hier flog Alles: vom leisen E-Heli, bzw. Segelflieger, vom etwas lauteren Motorflieger mit Verbrenner bis hin zum sehr lauten Jet mit Pulsstrahltriebwerk. Dieses Modell war, was Lautstärke und Geschwindigkeit anging einfach nicht zu übertreffen.
Als kleine Überraschung waren auch noch einige Mitglieder der "Agrifreunde Bubesheim" mit ihren Schleppern vorgefahren.
Letzter gemeinsame Programmpunkt bevor es morgen wieder nach Hause geht. Ein Grillfest bei den Magirusfreunden gegenüber. Roman übernahm die Getränkeversorgung und Maca, Franz und Tobi ließen den Grill glühen. Zwischendurch konnte dann auch noch das über viele Jahre zusammengetragene Inventar des Vereins besichtigt werden. Auch hier lohnt sich ein Besuch wenn man in der Nähe ist.
Zum Schluss bedankte sich dann Gela im Namen aller bei Roman und Gertrud für eine mehr als gelungene Ausfahrt.
Unsere heutige Tour mit ca. 109,59 km
21.06.2026
Während Franz die letzten Taschen verstaut, haben Klaus, Ottmar und Bernd ihre Schlepper schon wieder auf dem Trailer verzurrt. Noch ein kurzes Tschüss und schon geht es für Alle wieder in Richtung Heimat. Über die Autobahn wäre es zwar schneller, aber über die Nebenstraßen ist es einfach schöner.
Und immer wenn du denkst es kommt nichts mehr, zaubert Roman einen weiteren Event daher!!!
Diesmal war es der Besuch der Braig Ziegelei (wobei Ziegelsteine schon lange nicht mehr produziert werden) in der Nähe von Pfraunstetten, einen seit 1878 geführten Familienbetrieb.
Lisa Späth die in der Nähe von Zogenweiler aufwuchs verschlug es vor einigen Jahren in diese Gegend, mit ihrem Partner Uli Braig und ihren drei Kindern betreiben sie dort einen sehr flexiblen Multi Funktionalen Betrieb.
Uli ist der Mann für's Grobe, wie: Holzhacken, Hackschnitzel, Holztransport, landwirtschaftliche Lohnarbeiten, Baggern, Transporte und ......
Lisa kümmert sich neben ihren Kindern um die Bäckerei, Ölmühle, das Obst, das Gemüse und .......
oder einfach unter: http://www.hof-braig.de schauen, ich hab sicher einiges vergessen.
Da war die Welt noch in Ordnung, verspätetes Mittagessen in der Weihergaststätte "Schwaigfurt" kurz vor Schussenried. Ein aufkommendes Gewitter brachte zwar keine Abkühlung, doch ein wenig Regen mit sich. Somit mussten die Regensachen zum guten Schluss dann doch noch ausgepackt werden.
Unsere heutige Tour mit ca. 127,33 km
